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WLAN fürs Gaming: Bänder, Kanäle und wann nur ein Kabel hilft

Im WLAN schwankt der Ping, weil die Sendezeit geteilt wird und Frames erneut gesendet werden. Wie du in Windows 11 Band und Kanal siehst, was du am Router änderst, was Wi-Fi 6, 6E und 7 ändern und wann nur ein Kabel hilft.

„Am Kabel liegt der Ping bei 15, im WLAN springt er zwischen 15 und 80.“ „Morgens ist alles in Ordnung, und jeden Abend wird es schlecht.“ „Ab und zu friert das Spiel für eine Sekunde ein, und alle teleportieren sich.“ Gemeinsam ist diesen Sätzen die Schwankung statt eines hohen Durchschnitts, und auf einer Funkverbindung hat Schwankung Ursachen, die du eine nach der anderen prüfen kannst.

Warum eine Funkverbindung wackelt

Sieh nach, womit du verbunden bist

2,4 GHz, 5 GHz oder 6 GHz

Microsofts Vergleich der drei Bänder:

BandDafürDagegen
2,4 GHzGrößere Reichweite, kommt besser durch WändeLangsamer, weniger Kanäle, die sich nicht überlappen, stärker überlastet
5 GHzSchneller, mehr Kanäle, die sich nicht überlappen, weniger überlastetGeringere Reichweite, kommt schlechter durch Wände
6 GHzGeringe Überlastung, geringere LatenzKürzere Reichweite als die anderen Bänder, kommt schlechter durch Wände; Router, Adapter und dessen Treiber müssen alle Wi-Fi 6E unterstützen

Microsoft geht so weit zu schreiben, eine starke 6-GHz-Verbindung eigne sich am besten für Spiele, Streaming und Videoanrufe. Das Wort, auf das es ankommt, ist stark: Ein paar Wände weiter kann die 5-GHz-Verbindung die stabilere sein, und nur eine Messung bei dir zu Hause sagt, welche.

Kanäle, Breite und Radar

Microsofts Seite zur Behebung von WLAN-Problemen schlägt vor, den Kanal des Routers zu wechseln, um Störungen zu verringern, und die netsh-Liste zeigt, welche Kanäle deine Nachbarn nutzen. Microsofts Anleitung zu WLAN und Raumaufteilung rät, auf 2,4 GHz Kanal 1, 6 oder 11 zu wählen, also die, die sich nicht überlappen, und auf 5 GHz, wo Überlappung weniger ausmacht, den Kanal mit den wenigsten Access Points für deine Signalstärke. Für 2,4 GHz merkt dieselbe Anleitung an, dass manche älteren Adapter und Treiber mit einer Kanalbreite von 40 MHz nicht gut funktionieren, und schlägt 20 MHz vor, wenn das Signal stark und der Kanal frei ist, die Verbindung aber trotzdem nicht zuverlässig ist. Breitere Kanäle, 160 MHz bei Wi-Fi 6 und 320 MHz im 6-GHz-Band bei Wi-Fi 7, bringen mehr Bandbreite (Wi-Fi Alliance).

Ein Teil des 5-GHz-Bands wird mit Radar geteilt. Nach der europäischen Norm ETSI EN 301 893 (Version 2.2.1, 2024) muss ein Router, der einen Kanal nutzt, der ganz oder teilweise im Bereich 5250–5350 MHz oder 5470–5725 MHz liegt, die dynamische Frequenzwahl (Dynamic Frequency Selection, DFS) ausführen: Er muss den Kanal vor der Nutzung auf Radar prüfen, was bei der Standardprüfung 60 Sekunden dauert (10 Minuten im Bereich 5600–5650 MHz), und wenn er Radar erkennt, muss er seine Clients anweisen, dort innerhalb von 10 Sekunden nicht mehr zu senden, und den Kanal mindestens 30 Minuten lang meiden. Markiert die Kanalliste deines Routers manche 5-GHz-Kanäle als DFS, sind es diese. Eine Erkennung mitten im Match unterbricht deine Verbindung, während der Router auf einen anderen Kanal wechselt; bricht also eine gute Verbindung zu zufälligen Zeitpunkten ab, probier einen Kanal außerhalb dieser Bereiche. Die Zahlen oben stammen aus der europäischen Norm.

Was Wi-Fi 6, 6E und 7 ändern

Microsoft nennt den Router, den Adapter des PCs und Windows als Voraussetzungen; ein neuer Router allein bringt diese Funktionen also nicht auf deinen PC. Wie stark eine davon den Ping in deinem Netzwerk verändert, wurde hier nicht gemessen.

Standort, Repeater und Mesh

Microsofts Checkliste: weniger Wände zwischen deinem PC und dem Access Point; näher ist besser, aber nicht direkt daneben; der Access Point eher zur Mitte der Wohnung hin und höher, nicht in einer Ecke oder unter einem Schreibtisch; und halte Ausschau nach Dingen, die stören, etwa einem Aktenschrank aus Metall. Kannst du keines der beiden Enden versetzen, schlägt Microsoft einen Netzwerk-Extender (Repeater) vor. Ein Repeater oder Mesh-Knoten, der den Router per Funk erreicht, fügt unterwegs eine zweite Funkstrecke hinzu, und alles, was oben über geteilte Sendezeit steht, gilt auch für sie; wo die Knoten per Kabel verbunden sind, fällt diese zweite Funkstrecke weg.

Wann nur ein Kabel hilft

Ein Kabel nimmt den Funk aus dem Weg: keine geteilte Sendezeit, keine per Funk erneut gesendeten Frames, kein Radar. Für einen Gigabit-Anschluss muss es nichts Besonderes sein: IEEE 802.3ab hat Gigabit-Ethernet (1000BASE-T) über vierpaarige Verkabelung der Kategorie 5 definiert. Wo kein Kabel hinreicht, gibt es zwei kabelgebundene Alternativen: Powerline-Adapter (IEEE 1901 regelt Netzwerke über die Stromleitungen eines Gebäudes) und MoCA, das vorhandene Koaxialkabel weiterverwendet. Hier wird keine Messung ihrer Latenz angeführt, also teste sie genauso wie das WLAN.

Um zu sehen, was die Funkstrecke selbst hinzufügt, führ ipconfig aus und notier dir das Standardgateway (deinen Router), dann führ ping /n 100 gefolgt von dieser Adresse aus, einmal im WLAN und, wenn du kannst, einmal am Kabel. Der Router ist einen Hop entfernt; was dort schwankt, ist also deine Verbindung zu ihm, nicht das Internet. Vergleich, wie stark die Zeiten streuen, nicht nur den Durchschnitt.

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